Was bedeutet „4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende“?
Vier Wochen sind 28 Kalendertage, nicht ein Monat. Der Zugangstag zählt nicht mit. Danach wird der nächste zulässige 15. oder Monatsletzte bestimmt. Beispiel ohne abweichende Vertragsregelung: Geht die Kündigung eines Arbeitnehmers am 2. Oktober 2026 zu, laufen die 28 Tage am 30. Oktober ab. Der letzte Vertragstag ist damit der 31. Oktober 2026.
Wie berechne ich meine Kündigungsfrist?
Geben Sie einfach das Startdatum Ihres Arbeitsverhältnisses und das Datum ein, an dem die Kündigung zugeht. Wählen Sie aus, ob Sie als Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber kündigen. Der Rechner ermittelt dann automatisch die maßgebliche Frist und den letzten Vertragstag gemäß § 622 BGB.
Welche Kündigungsfrist gilt in der Probezeit?
Während einer vereinbarten Probezeit von maximal sechs Monaten gilt eine verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen (§ 622 Abs. 3 BGB). Diese Frist gilt für beide Seiten, also sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber.
Welche Kündigungsfristen muss mein Arbeitgeber einhalten?
Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich mit der Dauer Ihrer Betriebszugehörigkeit. Sie beginnt bei 4 Wochen und steigt stufenweise an. Nach 2 Jahren beträgt sie beispielsweise einen Monat, nach 5 Jahren zwei Monate und nach 20 Jahren maximal sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.
Welche Kündigungsfrist habe ich als Arbeitnehmer?
Für Arbeitnehmer beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist grundsätzlich vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. In Arbeits- oder Tarifverträgen können längere Fristen vereinbart sein. Kürzere Fristen sind nur in engen Ausnahmefällen zulässig.
Was bedeutet 'Kündigung geht zu am'?
Gemeint ist das Datum, an dem das Kündigungsschreiben in den Machtbereich des Empfängers gelangt und unter normalen Umständen mit der Kenntnisnahme zu rechnen ist. Das kann etwa beim Einwurf in den Briefkasten der Fall sein. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Absendedatum; der Zugangstag selbst zählt bei der Fristberechnung nicht mit.
Habe ich als Arbeitnehmer nach 10 Jahren eine längere Kündigungsfrist?
Die gesetzliche Grundfrist für eine Kündigung durch den Arbeitnehmer bleibt grundsätzlich bei vier Wochen zum 15. oder Monatsende. Die Staffel nach Betriebszugehörigkeit gilt für Kündigungen durch den Arbeitgeber. Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag kann jedoch eine andere Frist vorsehen, etwa wenn die verlängerten Arbeitgeberfristen auch für Arbeitnehmer vereinbart wurden.
Ist der letzte Vertragstag auch mein letzter Arbeitstag?
Nicht unbedingt. Das berechnete Enddatum bezeichnet das Ende des Arbeitsverhältnisses. Wann Sie tatsächlich zuletzt arbeiten, hängt zum Beispiel von Ihrem Dienstplan, Resturlaub oder einer Freistellung ab. Der Rechner ermittelt den letzten Vertragstag und prüft diese Umstände nicht.